Hersteller von Fernsteuerungen für die Industrie

GESAR Inc

Fortschrittliche Robotertechnologien und Fernsteuerungssysteme für Industrie- und Schwermaschinen

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Der umfassende Leitfaden zu Fernsteuerungssystemen für Baumaschinen

William Mackenzie

Aktualisiert:

Einführung in Fernsteuerungssysteme für Baumaschinen

Moderne Fernsteuerungssysteme für Baumaschinen ermöglichen es dem Bediener, mobile Maschinen von außerhalb der herkömmlichen Fahrerkabine zu steuern. Durch diesen Ansatz werden Standardmaschinen zu ferngesteuerten unbemannten Bodenfahrzeugen (UGVs), indem Lenkung, Antrieb, Bremsen und Anbaugeräte über eine elektronische Steuerungsarchitektur gesteuert werden. Die Nachrüstung bestehender Flotten von Baggern, Ladern, Planierraupen oder Muldenkippern umfasst den Einbau von Fahrzeugsteuergeräten, Kommunikationsausrüstung und Aktuatorschnittstellen.

Einige moderne elektrohydraulische Systeme lassen sich über einen CAN-Bus oder andere elektronische Schnittstellen integrieren, wobei der Zugriff jedoch von der Maschinenarchitektur und den OEM-Protokollen abhängen kann. Ältere Maschinen erfordern unter Umständen mechanische Aktuatoren, elektrohydraulische Ventile, Servosysteme oder andere externe Steuerungsschnittstellen. Gut durchdachte Installationen gewährleisten ein vorhersehbares Verhalten bei Signalausfällen und bewahren gleichzeitig geeignete lokale manuelle Steuerungen oder Übersteuerungsmöglichkeiten. Diese Technologie ist unverzichtbar, wenn der konventionelle Betrieb das Personal instabilen Strukturen, Verunreinigungen oder extremem Gelände aussetzt.

Arten von ferngesteuerten Schwermaschinen

Bagger und Materialumschlagmaschinen

Fernsteuerungssystem für Baumaschinen von GESAR Inc. Moderne Bagger lassen sich aufgrund ihres elektrohydraulischen Aufbaus effektiv in Fernsteuerungssysteme integrieren, wobei die Kompatibilität von der Maschinenarchitektur und den verfügbaren Steuerschnittstellen abhängt. Die Systeme geben Befehle für Ausleger, Löffelstiel, Schaufel, Schwenkbewegung und Fahrbewegung wieder. Während Geräte mit Sichtverbindung für lokale Abbrucharbeiten geeignet sind, kommt im Untertagebau die videobasierte Fernsteuerung zum Einsatz. Hochauflösende Kameras, mehrere Blickwinkel, Entfernungssensoren, Telemetrie und haptische Steuerungen können dazu beitragen, die eingeschränkte Tiefenwahrnehmung und den Verlust des Rückmeldesignals aus der Fahrerkabine auszugleichen.

Abbruchroboter und unbemannte Bodenfahrzeuge

Speziell für Abbrucharbeiten entwickelte Roboter sind kompakte, drahtlose Raupenplattformen, die über eine industrielle Fernsteuerung innerhalb unsicherer Bauwerke gesteuert werden. Größere unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs) für die Brandbekämpfung oder die Räumung von Verkehrswegen verfügen über fortschrittliche Navigationssysteme und automatische Wegverfolgung. Diese umfassenden Robotereinsätze erfordern eine ganzheitliche Sicherheitsplanung, die das gesamte Netzwerk und die Fahrzeuge einbezieht.

Planierraupen, Grader und Lader

Der Einsatz von Fernsteuerung für schwere Erdbewegungsmaschinen mindert Risiken durch hohe Böschungen und Umkippen. Ferngesteuerte Planierraupen nutzen zur Sicherheit Echtzeit-Neigungsdaten. Planiergeräte erfordern Verbindungen mit geringer Latenz, um die Oberflächenqualität zu gewährleisten, während Radlader automatisierte „Return-to-Dig“-Funktionen nutzen können, um die Schaufel oder das Gestänge in eine voreingestellte Position zurückzubringen und wiederholte Bedienereingriffe zu reduzieren. Kameras und Näherungssensoren helfen dabei, tote Winkel der Schaufel und der Maschine zu überwinden.

Kipplaster und Transportfahrzeuge

Ferngesteuerte Muldenkipper erfordern eine kontinuierliche Kontrolle über Antrieb, Lenkung und Bremsen. Sicherheitslogik verhindert gefährliche Betriebsabläufe wie das Fahren mit angehobener Ladefläche. Aufgrund ihrer enormen Masse werden Bilddaten mit Radar, LiDAR und GNSS-Geofencing kombiniert, um Gefahren zu erkennen und Betriebszonenbeschränkungen durchzusetzen, während Flotten- und Verkehrsmanagementsysteme die Verkehrsströme koordinieren.

Krane und Hebezeuge

Die industrielle Fernsteuerung ermöglicht es Kranführern, während eines Hubvorgangs den bestmöglichen Überblick zu behalten. Die Benutzeroberfläche liefert wichtige Daten zu Lastgewicht, Ausladung und Stabilitätsgrenzen. Bei einem Kommunikationsausfall leitet das System eine definierte Sicherheitsreaktion ein, wie beispielsweise das Neutralisieren von Befehlen, das Halten der Last, das Betätigen der Bremsen oder das Durchführen eines kontrollierten Stopps, ohne zusätzliche Instabilität zu verursachen.

Stufen der ferngesteuerten und automatisierten Maschinensteuerung

Die Implementierung eines Fernsteuerungssystems erfordert die Auswahl der geeigneten Stufe der Fernsteuerung und Automatisierung, um die Arbeitsbelastung des Bedieners und die Komplexität des Einsatzes in Einklang zu bringen.

  • Direkte drahtlose Fernsteuerung: Der Bediener behält den Sichtkontakt und steuert die Maschine über einen tragbaren Sender innerhalb einer begrenzten Sichtreichweite.
  • Fernsteuerung mit Live-Videoübertragung: Bordkameras und Telemetrie übertragen die Umgebung in der Fahrerkabine über Netzwerke mit hoher Bandbreite auf einen entfernten Arbeitsplatz.
  • Unterstützte Fernsteuerung: Der menschliche Bediener steuert die Aufgabe, während die Software aktiv Sicherheitsgrenzen durchsetzt und Hindernissen ausweicht.
  • Überwachungssteuerung mehrerer Maschinen: Ein einzelner Bediener überwacht mehrere Maschinen, die Routinezyklen ausführen, und greift nur bei Systemausnahmen ein.
  • Halbautonome Aufgabenausführung: Die Maschine führt abgegrenzte Aufgaben selbstständig aus, während der Bediener wichtige Betriebsübergänge genehmigt.
  • Vollautonome Schwermaschinen: Das System plant und führt Arbeiten innerhalb eines kontrollierten Bereichs eigenständig aus, ohne dass eine kontinuierliche menschliche Eingabe erforderlich ist.

Die Wahl zwischen diesen Stufen hängt stark von der vorhandenen Standortinfrastruktur und dem erforderlichen Leistungsniveau des Netzwerks ab.

Kernkomponenten industrieller Fernsteuerungssysteme

Die Beschaffung von Komponenten bei zuverlässigen Herstellern industrieller Fernsteuerungssysteme trägt dazu bei, dass das Gesamtsystem die relevanten umgebungsbezogenen und elektromagnetischen Anforderungen erfüllt.

Komponente Funktions- und Integrationsaspekte
Handgeführte, tragbare und ortsfeste Bedienstationen Tragbare Geräte unterstützen Aufgaben im Sichtbereich, während ortsfeste Bedienpulte mehrere Bildschirme für eine erweiterte Fernsteuerung bereitstellen.
Robuste Joysticks, Tastaturen, Pedale und haptische Bedienelemente Eingabegeräte bilden die primären Bedienelemente nach und nutzen haptisches Feedback, um dem Bediener den physischen Widerstand zu vermitteln.
Funksender, Antennen und Mikrofone Diese Hardware verwaltet drahtlose Befehle und Telemetriedaten und nutzt Antennendiversität, um Mehrwegstörungen zu minimieren.
Kameras und elektrooptische Sensorsysteme High-Dynamic-Range- und Wärmebildkameras liefern wichtige Umgebungsansichten aus dem Inneren beheizter, robuster Gehäuse.
GNSS-, Trägheits- und Maschinenpositionssensoren Positionierungseinheiten und IMUs liefern Navigations- und Orientierungsdaten in Echtzeit, während Gelenkwinkelsensoren, Encoder, Zylinderpositionssensoren und Gestängesensoren die Konfigurationen der Anbaugeräte erfassen.
Näherungs-, Hindernis- und Personenerkennungssensoren Radar-, LiDAR- und Ultraschallsensoren erkennen Gefahren außerhalb des Kamerablickfelds und lösen automatische Geschwindigkeitsreduzierungen aus.
Bordcomputer und Fahrzeugsteuerungseinheiten Sicherheitszertifizierte Prozessoren wandeln eingehende drahtlose Signale in Maschinenbefehle um und steuern ausfallsichere Routinen.
Displays, Videowände und immersive Bedienerschnittstellen Mehrmonitor-Anordnungen priorisieren kritische Alarme und Videostreams, um die kognitive Überlastung des Bedieners zu verringern.

Funktionale Sicherheit und ausfallsicheres Design

Die funktionale Sicherheitstechnik gleicht den Verlust physischer Rückmeldungen aus der Kabine durch den Einsatz deterministischer Hardware- und Softwarearchitekturen aus.

  • Not-Aus-Architektur: Redundante Sicherheitskanäle unter Verwendung von Sicherheitsrelais, Sicherheits-SPSen, Schützen oder sicherheitszertifizierten Steuerungen stoppen oder unterbinden gefährliche Bewegungen und erfordern eine bewusste Wiedereinschaltung durch den Bediener. Der Not-Aus-Vorgang schaltet nicht zwangsläufig die gesamte Maschinenversorgung ab, sofern dies eine zusätzliche Gefahr darstellen könnte.
  • Verhalten bei Verbindungsausfall: Integrierte Steuerungen überwachen Befehlssignale anhand konfigurierter Heartbeat- und Timeout-Parameter und leiten einen kontrollierten Stopp oder eine andere definierte Sicherheitsreaktion ein, wenn die Kommunikation unterbrochen oder beeinträchtigt ist.
  • Funktionen für den sicheren Zustand und den kontrollierten Stopp: Systeme müssen bestimmte Bewegungen sicher anhalten oder steuern, wie beispielsweise das Halten von Kranlasten oder das sequenzielle Betätigen der Bremsen von Muldenkippern.
  • Befehlsauthentifizierung und Steuerungsprioritätslogik: Verschlüsselung, Authentifizierung und sichere Kopplung verringern das Risiko einer unbefugten Steuerung. Definierte Modusauswahl- und Steuerungsprioritätslogik legen fest, ob in jedem Betriebszustand die lokalen Steuerungen in der Fahrerkabine, Fernsteuerungen oder Sicherheitssysteme die Priorität haben.
  • Geofencing und Betriebszonenbeschränkungen: Virtuelle Begrenzungen schränken die Fahrgeschwindigkeiten und das Befahren gefährlicher Bereiche durch Maschinen ein und ergänzen damit die physischen Kontrollmaßnahmen am Standort.

Diese Sicherheitsfunktionen müssen auf einer umfassenden Gefahrenbewertung des Standorts basieren, um sowohl das Personal als auch die Anlage zu schützen.

Sicherheitsstandards und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Die Einhaltung der Vorschriften erfordert eine ganzheitliche Validierung der modifizierten Maschine und des Netzwerks und nicht lediglich die Zusammenstellung zertifizierter Einzelteile.

  • ISO 13849 – Sicherheitsbezogene Steuerungssysteme: Bewertet sicherheitsbezogene Teile von Steuerungssystemen anhand von Leistungsstufen und erfordert häufig redundante Architekturen für kritische Fernfunktionen.
  • IEC 61508 Funktionale Sicherheit: Stellt ein grundlegendes Rahmenwerk für sicherheitsrelevante elektrische, elektronische und programmierbare elektronische Systeme dar und skizziert einen Lebenszyklusansatz zur Reduzierung und zum Management von Risiken im Zusammenhang mit zufälligen Hardwareausfällen und systematischen Fehlern.
  • IEC 62061 Maschinensicherheit: Befasst sich mit der funktionalen Sicherheit sicherheitsrelevanter Steuerungssysteme, die in Maschinen zum Einsatz kommen, einschließlich der Integrität ihrer Hardware und Software.
  • ISO 17757 für Bergbaumaschinen: Legt Sicherheitsanforderungen für autonome und halbautonome Erdbewegungs- und Bergbaumaschinensysteme fest, einschließlich Überlegungen auf Systemebene hinsichtlich Einsatzbereichen, Kommunikation, Interaktionen und Verkehrsmanagement.
  • ISO 15817 für Erdbewegungsmaschinen: Legt Sicherheitsanforderungen für ferngesteuerte Bedienersysteme fest, die bei Erdbewegungsmaschinen zum Einsatz kommen, einschließlich des Steuerungsverhaltens, der Bedienerschnittstellen und der Reaktionen auf Kommunikationsausfälle.

Die Anwendung dieser internationalen Rahmenwerke unterstützt eine robuste Systemauslegung und kann zur Einhaltung gesetzlicher, vertraglicher und zertifizierungsrelevanter Vorgaben beitragen, wobei die geltenden rechtlichen Anforderungen von der jeweiligen Maschine, der Rechtsordnung und der Betriebsumgebung abhängen.

Rasante Fortschritte bei Netzwerkgeschwindigkeit und Rechenleistung verändern die Funktionsweise industrieller Fernsteuerungssysteme im Einsatz.

  • Künstliche Intelligenz-gestützte Fernsteuerung: Neuronale Netze verarbeiten Echtzeit-Videobilder, um Personen zu identifizieren, Anbaugeräte zu verfolgen und vorausschauende Überlagerungen einzublenden.
  • Automatisierte Wegplanung und Aufgabenausführung: Mithilfe von Software können Maschinen selbstständig auf kartierten Routen navigieren, wodurch der menschliche Bediener in eine Überwachungsrolle wechselt.
  • 5G-Advanced und Edge-Computing mit geringer Latenz: Private Netzwerke können dedizierte Quality-of-Service-Mechanismen und Network Slicing nutzen, um den Datenverkehr zur Maschinensteuerung zu priorisieren und die Latenzkonsistenz bei komplexen Manövern zu verbessern.

Diese neuen Plattformen ermöglichen es Flotten, im Laufe der Zeit reibungslos vom lokalisierten Fernbetrieb zu einer hocheffizienten autonomen Ausführung überzugehen.