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Videodatenverbindungen (VDL) für Drohnen und UAV

Caroline Rees

Aktualisiert:

Drahtlose Videodatenverbindungen

Videodatenverbindungen (VDLs) verbinden ein UAV (unbemanntes Luftfahrzeug), ein UGV (unbemanntes Bodenfahrzeug) oder ein anderes unbemanntes System mit einem anderen Standort, in der Regel einer Bodenkontrollstation, zum Zweck der Übertragung von Videoinformationen. Dies kann erfolgen, um Überwachungs- oder Inspektionsaufnahmen eines Gebiets aufzuzeichnen oder um Live-Bilder für die Lageerkennung und weitere Entscheidungsfindungen bereitzustellen. Live-Videoübertragungen können für die Aufrechterhaltung der Sicherheit besonders wichtig sein, da ohne einen physisch im Fahrzeug anwesenden Piloten die Übertragung möglicherweise die einzige Möglichkeit ist, die Umgebung des Fahrzeugs zu beobachten.

Videoübertragung

SL200 Software-Defined Radio Link Module

SL200 Software-Defined Radio Link Module von Simpuls

Die direkte Übertragung von Videodaten von der Drohne oder dem unbemannten Fahrzeug zum Empfänger der Basisstation erfordert in der Regel eine Ausbreitung in Sichtlinie (LOS), was bedeutet, dass diese Übertragungen nicht über den Horizont hinausreichen können. Für die Ausbreitung ohne Sichtverbindung (NLOS), die häufig von militärischen UAVs mit großer Reichweite und BVLOS-Drohnen (Beyond Visual Line of Sight) benötigt wird, können Relaisstationen zur Erweiterung der Kommunikationsreichweite eingesetzt werden, oder das Fahrzeug kann über SATCOM (Satellitenkommunikation) kommunizieren.

Gängige Funkfrequenzen für die Übertragung von Drohnen-Videodaten reichen von unter 1 GHz bis etwa 40 GHz. Die für zivile Drohnen verfügbaren Frequenzen können je nach Rechtsordnung variieren, wobei bestimmte Frequenzen für militärische Zwecke reserviert sind. Im Allgemeinen bieten höhere Frequenzen größere Datenübertragungsraten, haben jedoch eine geringere Reichweite und werden leichter durch Hindernisse blockiert.

Drohnen-Videosender für kritische Anwendungen

Drahtlose Drohnen-Videosender für kritische Anwendungen wie ISR (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) müssen möglicherweise HD-Videos übertragen, um möglichst detaillierte Informationen über ihre Ziele zu liefern. Zusätzlich zu den Tagesaufnahmen der Kamera können Drohnen Videodaten von anderen Nutzlasten wie Nachtsicht- oder Wärmebildkameras übertragen. Einige Systeme sind in der Lage, mehrere Videostreams über denselben Downlink zu übertragen, ebenso wie andere Informationen wie Metadaten, IP-Daten und Audio-Feeds. Digitale Videodaten können auch mit Techniken wie AES-256 verschlüsselt werden, was zusätzliche Sicherheit bietet.

Die für Videodatenverbindungen verfügbare Bandbreite und der Gesamtdurchsatz der Daten können im Laufe einer Mission variieren und werden durch Faktoren wie physische Hindernisse, Umgebungsbedingungen oder den Übergang von Sichtverbindungen zu Satellitendatenverbindungen beeinflusst. Um dies zu überwinden, verfügen einige Videosender über eine automatische Anpassung der Videoparameter, um sich an unterschiedliche Bandbreitenbedingungen anzupassen und die Grundfunktionalität aufrechtzuerhalten.

Neben militärischen ISR-Anwendungen können Drohnen-Videodatenverbindungen für eine Reihe von kommerziellen und industriellen Anwendungen genutzt werden, beispielsweise für die Inspektion von Infrastruktur und Versorgungsleitungen, die Überwachung von Waldbränden und die Umweltforschung. FPV-Videosender und -empfänger (First Person View) werden auch für Drohnenrennen im Sportbereich eingesetzt.

Unbemannte Fahrzeuge und drahtlose Sender und Empfänger

Mit der zunehmenden Anzahl von Sensoren an einem typischen unbemannten Fahrzeug und der steigenden Videoauflösung dieser Sensoren wächst auch die Menge der zu übertragenden Videodaten. Um dem entgegenzuwirken, können Videokompressionsalgorithmen eingesetzt werden, mit dem Ziel, redundante Informationen zu entfernen, ohne die Videoqualität zu beeinträchtigen. Die komplexesten Kompressionsalgorithmen erfordern eine leistungsfähigere Onboard-Verarbeitung, sodass die Videoqualität und die Übertragungsanforderungen mit den SWAP-Beschränkungen (Größe, Gewicht und Leistung) des Fahrzeugs in Einklang gebracht werden müssen.

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